Regelkunde

Regeln
Hier findest du die wichtigsten Auszüge aus den offiziellen Spielregeln der International Fistball Association (IFA). Der Einfachheit halber sind Sonderregelungen des Hallenfaustballs nicht aufgeführt. Das vollständige Regelwerk kann auf der Seite der DFBL erworben werden.
  • 0 Spielgedanke
  • Auf einem Spielfeld, das in der Mitte durch eine Linie und in 2m Höhe für Herren und 1.90m für Damen durch ein Netz oder Band bzw. Leine in zwei Hälften geteilt ist, spielen 2 Mannschaften mit je 5 Spielern gegeneinander.

    Jede Mannschaft hat das Ziel, den Ball so über das Netz (Band/Leine) zu schlagen, dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder möglichst erschwert wird.

    Ein Spielgang wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler macht oder eine sonstige Spielunterbrechung vorliegt.

    Jeder Fehler einer Mannschaft wird der anderen Mannschaft als Vorteil mit einem Gutball gewertet.

    Sieger des Spieles ist die Mannschaft, die beim Spiel nach Sätzen 2, aber höchstens 5 Sätze gewonnen hat.

  • 1 Spielfeld und Geräte
  • Das Spielfeld ist ein durch Grenzlinien markiertes Rechteck von 50 m Länge und 20 m Breite. Der Boden soll eine ebene und waagrechte Rasenfläche sein. Flutlichtspiele sind gestattet.

    Das Spielfeld wird durch eine Mittellinie in zwei Mannschaftsfelder (Felder) geteilt. Parallel zur Mittellinie wird 3 m entfernt in jedem Feld eine Angabelinie gezogen. Die Grenzlinien gehören zum Feld, die Mittellinie gehört beiden Feldern gemeinsam. Ein Ball, der diese Linien berührt, ist im Feld.

    Über zwei im Schnittpunkt von Mittellinie und beiden Seitenlinien senkrecht und frei stehenden Pfosten ist in 2m Höhe für Herren und 1.90m für Damen, straff gespannt:
    – ein Netz/Band mit einer Breite von 3-6cm
    – eine 5-8mm starke Rundleine

    Zuschauer, benachbarte Spielfelder und andere Hindernisse müssen 6m von den Seiten- und 8m von den Hinterlinien entfernt sein.

    Der Faustball ist ein luftgefüllter Hohlball in weißer Grundfarbe mit maximal 20% – auf mehrere Kleinflächen aufgeteilte – Farbfläche, der gleichmäßig rund und straff aufgepumpt sein muss.

    Bei Beginn jedes Spieles betragen sein
    – Gewicht 350 – 380 g (Herren) bzw. 320 – 350 g (Damen)
    – Umfang 65 – 68 cm
    – Luftdruck 0,55 – 0,75 Bar

    Vor dem Spiel nimmt der Schiedsrichter mit den beiden Mannschaftsführern die Auslosung vor. Der Mannschaftsführer, der beim Losen gewinnt, wählt
    – das Feld oder
    – den Ball und damit die erste Angabe

  • 2 Mannschaft
  • Zu einer Mannschaft gehören 5 Spieler und 3 Auswechselspieler. Es haben wenigstens 4 Spieler zu spielen, die sich bis Ende des Spieles auf 5 ergänzen dürfen.

    Unter den 8 Spielern darf beliebig ausgewechselt werden.

    Ergänzungen und Auswechslungen dürfen von der angebenden Mannschaft nur nach einem Spielgang und vorheriger Meldung beim Schiedsrichter erfolgen. Beide Mannschaften dürfen ergänzen oder auswechseln, wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat.

    Der Mannschaftsführer bleibt auch nach seiner Auswechslung in seinem amt, es sei denn, er muss wegen Verletzung oder Feldverweis den Platz verlassen. Die Mannschaft bestimmt dann einen neuen Mannschaftsführer.

  • 3 Spieldauer
  • Es wird nach Gewinnsätzen gespielt.

    Ein Spiel ist beendet, sobald eine Mannschaft 2, 3, 4 bzw. 5 Sätze gewonnen hat. Die Anzahl der Gewinnsätze wird in der Ausschreibung oder im Reglement des entsprechenden Wettbewerbes festgelegt.

    Ein Satz ist gewonnen, sobald eine Mannschaft 11 Gutbälle bei einer Differenz von mindestens 2 Gutbällen erzielt hat; andernfalls wird sofort bis zu einer Balldifferenz von 2 Gutbällen weitergespielt. Jeder Satz endet jedoch, wenn eine Mannschaft 15 Gutbälle erzielt hat (ggf. 15:14).

    Vor einem notwendig werdenden Entscheidungssatz wird neu gelost. Sobald eine Mannschaft 6 Gutbälle erzielt hat, wechseln Feld, Ballwahl und damit die erste Angabe.

  • 4 Spielgang
  • Jeder Spielgang beginnt mit der Angabe und endet mit dem ersten darauf folgenden Fehler, dem Ende eines Satzes, bzw. einer Halbzeit oder einer sonstigen Spielunterbrechung.

    Nach jedem Fehler wird der Ball von der Mannschaft, die den Fehler gemacht hat, neu angegeben. Nach einer sonstigen Spielunterbrechung wird die letzte Angabe wiederholt.

    Gewertet werden nur Fehler während eines Spielgangs.

    Berührung von Netz (Band/Leine) oder Pfosten während eines Spielganges durch Spieler oder Ball ist ein Fehler.

    Jeder Ball, der während eines Spielganges außerhalb des Spielfeldes zu Boden fällt, bringt der Mannschaft einen Fehler, die in zuletzt berührt hat.

  • 5 Schlag
  • Unter Schlag ist jede kurzzeitige Berührung des Balles mit der Faust oder dem Arm zu verstehen. Der Ball darf nicht geschoben werden.

    Der Ball darf mit der Faust oder mit dem Arm nur einmal geschlagen werden.

    Beim Schlag mit der Faust müssen die Fingerkuppen den Handteller berühren, der Daumen muss angelegt sein. Beim Schlag mit dem Arm darf die Hand geöffnet sein.

  • 6 Angabe
  • Die Angabe darf von jedem Spieler ausgeführt werden.

    Zur Angabe muss der Anschläger den Ball aus seiner Hand sichtbar abwerfen und unmittelbar über das Netz (Band/Leine) schlagen.

    Die Angabe ist gültig, wenn der Ball den Boden im Gegenfeld oder innerhalb oder außerhalb des Gegenfeldes einen Gegner berührt. Die Angabe darf im Laufen, Springen, Stehen oder Gehen erfolgen.

    Die Angabelinie, der Raum zwischen Mittel – und Angabelinie und der Boden außerhalb des Spielfeldes dürfen vom Anschläger erst dann betreten werden, wenn seine erste Bodenberührung nach der Angabe vor der Angabelinie erfolgt ist.

    Während der Angabe darf sich kein Spieler der angebenden Mannschaft im Gegenfeld befinden.

    Wird eine begonnene Angabe nicht durchgeführt, weil der Ball nicht mehr geschlagen wird, ist dies ein Fehler.

  • 7 Rückschlag und Zuspiel
  • Der Ball darf in jedem Feld
    – nur einmal von demselben Spieler,
    – nur dreimal im Ganzen geschlagen werden,
    – nur einmal vor jedem Schlag den Boden berühren.

    Der Ball ist gültig zurückgeschlagen, wenn er über das Netz (Band/Leine) hinweg geschlagen wird und darauf im Gegenfeld den Boden oder innerhalb oder außerhalb des Gegenfeldes einen Gegner berührt.

    Das Schlagen im Gegenfeld über das Netz (Band/Leine) hinweg vom eigenen Feld aus ist erlaubt.

    Berührt der Ball unmittelbar nach einem Block
    – das Netz (Band/Leine)
    – den Pfosten
    – die Mittellinie
    – oder fällt er außerhalb des Feldes zu Boden oder in direktem Flug unter dem Netz (Band/Leine) hindurch, zählt dies nicht als Fehler.
    Die letzte Angabe wird wiederholt.

    Ein Block ist nur gegeben, wenn beide Spieler den Ball gleichzeitig oder – für den Schiedsrichter nicht erkennbar – extrem kurz hintereinander Berühren.

    Nach einem Block ist der erste Schlag für die Mannschaft, in deren Feld der Ball gelangt, und für ihren beteiligten Spieler nicht vergeben. Die Mannschaft hat das Recht auf drei weitere Ballberührungen.

    Wird ein Spieler von einem Gegner behindert, so bringt das der behinderten Mannschaft einen Vorteil. Ist ein Spieler noch schlagberechtigt, so hat er stets Vorrang und darf auch im Gegenfeld nicht behindert werden.

  • 8 Wertung
  • Jeder Fehler wird als Gutball für die gegnerische Mannschaft gewertet.

    Die erzielten Gutbälle werden für jede Mannschaft mit arabischen Ziffern in zeitlicher Reihenfolge im Spielbericht eingetragen.

  • 9 Spielrichter
  • Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, dem zwei Linienrichter und ein Anschreiber zur Seite stehen.

    Der Schiedsrichter wacht über die Einhaltung der Spielregeln und entscheidet alle Fragen selbstständig. Er kann durch die Linienrichter unterstützt werden. Seine Tatsachenentscheidungen sind unanfechtbar.

    Er eröffnet und schließt das Spiel und hat das Recht, es zu unterbrechen und abzubrechen. Spielunterbrechungen und Vorteile werden von ihm durch Pfiff, Zuruf oder deutlich sichtbares Betreten des Spielfeldes angezeigt.

    Der Schiedsrichter hält sich während des Spieles außerhalb des Spielfeldes auf.

    Die Linienrichter haben ihren Stand an den Eckpunkten der dem Schiedsrichter gegenüberliegenden Seitenlinie. Sie unterstützen den Schiedsrichter in der Leitung des Spieles. Linienfehler (Ausbälle) zeigen sie durch Ergeben einer Fahne oder eines Armes an.

    Der Anschreiber hat seinen Platz in der Nähe des Schiedsrichters und bucht nach dessen Zuruf für beide Mannschaften die gewonnen Gutbälle.

  • 10 Strafen
  • Bei unsportlichem Verhalten hat der Schiedsrichter das Recht, je nach Schwere des Verstoßes folgende Strafen zu verhängen:
    – Verwarnung (gelbe Karte),
    – Zeitstrafe (gelbe und rote Karte) Ausschluss im laufenden Spiel, bis beide Mannschaften zusammen 10 Gutbälle erzielt haben.
    – Feldverweis (rote Karte)

    Ein zeitweilig ausgeschlossener Spieler darf während dieser Zeit nicht ersetzt werden. Wird bei noch laufender Zeitstrafe ein weiterer Spieler zeitweilig ausgeschlossen oder des Feldes verwiesen, so ist das Spiel abzubrechen.

    Ein Spieler, der in einem Spiel Feldverweis erhalten hat, darf in diesem Spiel nicht ersetzt werden.

    Trainer und Mannschaftsbetreuer können bei unsportlichem Verhalten mit der Verwarnung (gelbe Karte) oder Feldverweis (rote Karte) bestraft werden.

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