Südmoslesfehner als Schiedsrichter on Tour

Weit mehr als 2000 Fußballspiele hat Bernhard von der Pütten schon geleitet. Ans Aufhören denkt er auch mit 80 Jahren nicht.

Südmoslesfehn/ Bümmerstede Alle tanzen nach seiner Pfeife: Als Schiedsrichter hat Bernhard von der Pütten weit über 2000 Fußballspiele geleitet – seit 1967. Und er ist immer noch aktiv. An diesem Donnerstag feiert er seinen 80. Geburtstag. Da wird dann nicht nur die große Oldenburger Fußballerfamilie gratulieren.
„Fußball ist unser Leben“, ließ der Schlagerkomponist Jack White 1973 die deutschen Fußballnationalspieler schmettern – im Vorfeld der Weltmeisterschaft ein Jahr später im eigenen Land. Für Bernhard von der Pütten, der aus Moslesfehn stammt, bestand das Leben immer aus mehr als nur Fußball, das runde Spielgerät bestimmt aber seit Jahrzehnten seine Freizeit. In seinen jungen Jahren jagte er selbst dem Ball hinterher. Nicht nur dem Fußball. Er spielte auch beim SV Moslesfehn noch Faustball.

In den 1960er Jahren begann Bernhard von der Pütten, den Fußball aber mit anderen Augen zu sehen. Er entschloss sich nämlich, Schiedsrichter zu werden. Die Prüfung legte er am 4. März 1967 ab. Auf von der Püttens Pfeife wird auch heute noch gehört. Im vergangenen Jahr pfiff er beispielsweise bei einem Futsal-Turnier (eine Variante des Hallenfußballs) der B-Juniorinnen. Und ans Aufhören denkt er immer noch nicht.

„25 Jahre lang möchte ich schon dabeibleiben. Da packt mich dann doch der Ehrgeiz“, hatte von der Pütten 1990 erklärt, als er von seinem Posten als Fußball-Obmann „seines“ Vereins Blau-Weiß Bümmerstede zurücktrat. Jetzt sind es schon einige Jährchen mehr geworden.

Aber nicht nur als Schiedsrichter hat sich Bernhard von der Pütten ehrenamtlich engagiert, auch Vereinsfunktionen lehnte er nicht ab. Er trainierte die A-Junioren des FC Blau-Weiß Oldenburg und wurde 1974 auch Vorsitzender des Vereins. Der FC Blau-Weiß und der BSV Bümmerstede schlossen sich zwei Jahre später zum BW Bümmerstede zusammen. Auch nach der Fusion übernahm Bernhard von der Pütten immer wieder Verantwortung. So war er Fußball-Obmann und auch erster Vorsitzender der Blau-Weißen. Schiedsrichterobmann ist er immer noch.

Für seinen ehrenamtlichen Einsatz wurde der Jubilar vielfach ausgezeichnet. 2006 erhielt Bernhard von der Pütten den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballbundes, 2017 verlieh ihm der Niedersächsische Fußballverband (NFV) die Goldene Verdienstnadel. Im gleichen Jahr zeichnete ihn der NFV als „Schiedsrichter des Jahres“ aus.

Für Britta Matthiesen und ihre Schwester Ingrid von der Pütten ist ihr Vater ein Vorbild. „Er schafft es immer, für die Familie da zu sein und leistet nebenbei auch noch so viel“, schwärmt Matthiesen. Verantwortung musste Bernhard von der Pütten schon früh übernehmen. „Er war 17 Jahre alt, als sein Vater starb“, erzählt seine Tochter. Für seine fünf jüngeren Geschwister schlüpfte er dann in die „Vaterrolle“.

Eine eigene Familie gründete Bernhard von der Pütten später mit seiner Frau Inge, die aus Krusenbusch stammt und im Juni ihren 80. Geburtstag feiert. Seit 1961 sind sie verheiratet und nicht nur Eltern zweier Töchter, sondern auch Großeltern von drei Enkelsöhnen. Als Hausmeister war von der Pütten viele Jahre bei Firma Ullmann tätig. Im Ruhestand arbeitet er als Fahrer für ein Gebäudereinigungsunternehmen. Außerdem kümmert er sich als Betreuer um eine Freundin, die 96 Jahre alt ist. Und dann ist da ja auch noch der Fußball. Das alles hält fit. Und deshalb wird Bernhard von der Pütten nicht 80 Jahre alt, sondern 80 Jahre jung

                          











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