In der Schlussphase flattern die Nerven

By | 28. August 2017

Bittere Niederlage: Der SV Moslesfehn um Karen Meyer (links) und Sabine Grüning verlor gegen Dennach.

Bild: M. Hiller

Südmoslesfehn Der Auftritt der Gastgeberinnen war am Samstag nur von kurzer Dauer: Bereits im Qualifikationsspiel mussten sich die Faustball-Frauen des SV Moslesfehn bei ihrer Heim-DM aus dem Turnier verabschieden. Gegen den favorisie rten Europacupsieger TSV Dennach unterlagen die Moslesfehnerinnen im Auftaktspiel des Turniers knapp mit 2:3 (14:15, 12:10, 9:11, 11:7, 8:11).

„Trotz der Niederlage können wir stolz auf eine starke Leistung sein“, resümierte SVM-Trainer Till Oldenbostel die Partie. Nach einem heftigen Wolkenbruch kurz vor Beginn der DM-Eröffnung mussten sich beide Mannschaften auf die widrigen Platzverhältnisse auf dem Center-Court einstellen. Das gelang den Gästen aus Dennach zunächst deutlich besser, und so ging der Tabellenzweite der Süd-Bundesliga um Nationalspielerin Sonja Pfrommer am Schlag mit 5:2 in Führung. Doch Moslesfehn ließ sich nicht abwimmeln, sondern hatte beim Stand von 10:9 plötzlich sogar selbst Satzball. Diesen wehrte Pfrommer aber mit einem Angabenpunkt ab, und in der Verlängerung hatte ihr Team dann das glücklichere Ende für sich gepachtet.

Genau andersherum gestaltete sich der Verlauf des zweiten Durchgangs: Diesmal hielt der SVM beim 8:10 dagegen und holte sich mit vier Punkten in Folge den Satzausgleich. Im dritten Abschnitt war der TSV wieder tonangebend und setzte sich am Ende knapp durch. Doch die Antwort der Gastgeberinnen, angefeuert von vielen Schlachtenbummlern, ließ auch jetzt nicht lange auf sich warten. Mit einer sehr starken Leistung gelang erneut der Satzausgleich. Das gab den Gastgeberinnen scheinbar etwas Schwung für den entscheidenden fünften Satz. Bis zum 5:3 lief auch alles optimal, die Fans – und vielleicht auch die Spielerinnen – des SVM träumten schon vom Halbfinaleinzug. Doch dann begann das große Nervenflattern. Trotz einer 6:5-Führung beim Seitenwechsel konnte Moslesfehn den Vorteil nicht nutzen. Ausgerechnet die Angabenspezialistin Karen Meyer, die bis dahin nahezu fehlerfrei gespielt hatte, wurde in dieser Phase zur tragischen Figur: Beim Stand von 8:8 schlug sie erst eine Angabe seitlich ins Aus, dann pfiff Schiedsrichterin Uta Reinecke einen Übertritt ab. Dennach nutzte anschließend den ersten Matchball zur Entscheidung.

Während einige SVM-Spielerinnen noch länger mit der Enttäuschung über diese Niederlage zu kämpfen hatten, fand Trainer Oldenbostel relativ schnell die passenden Worte. „Zwischen den Teams war kein Unterschied zu erkennen. Am Ende hat das Quäntchen Glück den Ausschlag gegeben, außerdem war Dennach abgezockter.“

Auch bei Angreiferin Sabine Grüning überwog die Zufriedenheit über eine gute Leistung. „Im Vergleich zu den letzten Saisonspielen konnten wir uns erheblich steigern. Natürlich ist die Niederlage aufgrund des Spielverlaufs ärgerlich. Aber unser Hauptziel, ein gutes Spiel abzuliefern, haben wir erreicht.“

Michael Hiller

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